über Yoga

Yoga ist heute ein weiter Begriff geworden. Was versteht der Einzelne darunter? Es gibt Antworten wie: „Ich bekomme Energie; viel Entspannung und Traumreisen; raus aus dem Alltag; ich bin ganz bei mir; ich kann abschalten; keine Rückenschmerzen mehr, Yoga ist ein alter Weg, der sich heute noch bewährt; ich atme mich frei; ich vergesse alles um mich herum; atmen, atmen, atmen; Yoga verjüngt; ich bleibe beweglich – körperlich, seelisch und geistig; …

Wir möchten Ihnen genauere und spezifischere Antworten geben. Die einzelnen Lehrer/Innen kommen hier zu Wort, um Ihnen ihre persönliche Vorstellung der Yogarichtung, die sie ausüben, zu vermitteln. Eine sachliche Beschreibung soll entstehen um Ihnen ein möglichst klares Bild der Richtung zu geben.

Es gibt verschiedene Yogarichtungen, die ihren Ansatz aus den alten Schriften beziehen wie z.B. die Hatha Yoga Pradibika oder die Yogasutren von Patanjali. Viele bekannte Yogalehrer, die daraus hervorgegangen sind, haben einen eigenen Yogaweg entwickelt.

Die Neue Yogaempfindung

Die neue Yogaempfindung wie sie Heinz Grill benannt und begründet hat, baut bewusst nicht auf Traditionen auf. Sie geht von einem Menschenbild aus, dass den Menschen in seiner individuellen und freien Entwicklung fördert unabhängig von Religion, Institution oder Gruppenzugehörigkeit.

Die Körperübung ist nicht alleine das Wesentliche, sondern wie der Interessierte sich zur Übung in Beziehung setzt. Studiert er z.B. das Sinnbild einer Übung und erkennt seinen Wesenskern, wird er mit einer ganz anderen inneren Haltung die Übung ausführen und gestalten. Diese Erfahrung wird als freie Kraft von innen den Bewegungsapparat neu beleben und wichtige Abbau- und Aufbauprozesse aktivieren. Nicht nur die körperlichen Prozesse werden angeregt, sondern auch die Bewegung in eine schöne ästhetische Ausdrucksform gebracht. Die Vorgehensweise lässt sich in den Alltag, das Berufs- und Beziehungsleben bestens übertragen.

Text von Judith von Dall`Armi, Juli 2017

Iyengar Yoga

Yoga in der Tradition von B.K.S.Iyengar ist ein lebendiger und präziser Yoga-Stil, der uns allmählich dazu führt, das Leben aus einem neuen Blickwinkel und mit Gleichmut anzusehen. Iyengars Standardwerk „Licht auf Yoga“ zählt zu den grundlegenden Lehrbüchern des Hatha Yoga.

Im Vordergrund steht beim Iyengar Yoga das ausgewogene Üben der Yogahaltungen (Asanas). Damit die Asanas ihre tiefgreifende Wirkung auf Körper und Geist richtig entfalten, wird die genaue Körperausrichtung betont. Die Yoga-Sequenzen im Unterricht werden sorgfältig aufgebaut. Sie steigern die körperliche Kraft, Ausdauer und Flexibilität. Die Asanas werden durch Atemübungen (Pranayama) ergänzt. Sie führen unserem Körper Energie zu, beruhigen den Geist und fördern die emotionale Ausgeglichenheit. Damit alle Schüler/Innen in der für sie passenden Weise üben können, werden teilweise Hilfsmittel wie Gurte, Klötze und Kissen verwendet. Fortgeschrittene Yogaschüler/Innen schätzen diese Hilfsmittel ebenso, da sie uns einen besseren Zugang zu den Übungen ermöglichen.

In den Yoga-Grundsequenzen (Mi 17:45 Uhr) werden die wichtigsten Yogahaltungen schrittweise erlernt und allmählich kommen neue Übungen dazu – die Stunde eignet sich für Anfänger, jüngere Leute und diejenigen, die etwas zügiger üben möchten. In den anderen Iyengar-Yogastunden (Mo und Fr) üben wir abwechslungsreich – jede Unterrichtsstunde ist mit einem Schwerpunkt-Thema gestaltet. Auch hier sind Anfänger wie Fortgeschrittene herzlich willkommen.

Text von Birgit Meißner, Juli 2017

Vini Yoga / Yoga der Energie

Vini Yoga nach Sri T. Krishnamacharya und dessen Sohn T.K.V. Desikachar ist stark ausgerichtet an den Bedürfnissen der Übenden. Vini Yoga ist für alle Konstitutionen geeignet.

Yoga der Energie basiert auf altindischem Yogawissen (Hatha Yoga Pradipika, Yoga Sutra von Patanjali) und orientiert sich weitgehend an der Tradition von Sri T. Krishnamacharya. Es wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Anatomie des westlichen Menschen in Frankreich entwickelt.

Sowohl im Vini Yoga als auch im Yoga der Energie finden sich viele fließend-dynamische Bewegungsfolgen, die mit dem Atem verbunden werden. Dynamisches Üben eignet sich gut, um die statischen Körperhaltungen des Yoga vorzubereiten und auszugleichen. Der individuelle Mensch mit seinen Voraussetzungen, Zielen, Wünschen und Möglichkeiten steht im Mittelpunkt.

Da Yoga einen ganzheitlichen Ansatz hat, geht es um mehr als „nur“ um den Körper. Im Yoga wird die Körperbewegung achtsam mit dem Atem verbunden, dadurch hat die Praxis von Anfang an die Qualität einer Bewegungsmeditation. Neben der Mobilisierung und Stärkung des Körpers können sich wache Ruhe, entspannte Konzentration, Klarheit, Stille, Verlangsamung und Sammlung einstellen.

Die Körperhaltungen im Yoga wurden ursprünglich dafür entwickelt um das „Sitzen“ (Meditation) zu erleichtern.

Text von Martina Dähn, Juli 2017

Unterrichtsinhalte:
  • Entspannung
  • Yogastellungen, Übungsreihen
  • der freie Atem
  • Pranayama
  • Seelenübungen
  • Meditation und Konzentration